Schul- und Ordenstheater der Horner Piaristen
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Die | Uber ihren Schwager | und Verfolger | Gerarden | triumphirende | Hirlandin. || Der | Hoch= und Wohlgebornen Frauen / | Frauen | Mariæ Reginæ | Verwittibten Gräfin von Hoyos / | Gebohrnen Gräfin von Sprintzenstain / | Freyin zu Stixenstain und Rosenburg / | Gräfin und Frauen der Stadt / und Herrschafften | Horn / Bersenbeug / Rorregg / Emmerstorff / | Wimberg Jspern / Rosenburg am | grossen Kamp / Mold / und | Rahn / ec. | Gnädigster Nachstiffterin deß Hornerischen | Collegij Scholarum Piarum. | Bey Jährlich gewöhnlicher Außtheilung der Præmien | Auff offentlicher Schau=Bühne | Von dem alldasigen Gymnasio unterthänigst dedicirt, und | dargestellet. | Jm Jahr Christi 1699. den 8. Tag Herbstmonats.

Materialtyp: materialTypeLabelBuchDruck: Wildberg Christian Antoni Wagner 1699Beschreibung: 8 Bl. / 15 S. 4°.Online-Ressourcen: Digitalisat: Österreichische Nationalbibliothek, Wien
Struktur:
Vorspil im Gesang. – Erste Handlung. – Erster [– VIII.] Auftritt. – Sing=Reyhe. – Anderte Handlung. – I. [– VI.] Auftritt. – Sing=Reyhe. – Dritte Handlung. – 1. [– VI.] Auftritt. – Sing=Reyhe. – Vierte Handlung. – I. [– VII.] Auftritt. – Sing=Reyhe – Fünffte Handlung. – I. [– Letzter (d.i. 8.)] Auftritt. – Beschluß.
Belege:
A. Holzer 1854, S. 8 (Nr. 21) – F. Endl 1896, S. 306 – O. Biba 1973 [nicht verzeichnet] – I. Scheitler 2013, S. 961 (Nr. 1289)
Personenverzeichnis:
Vortrettende Personen. [19] – Jm Tantz. [9] – Fechter. [19] – Edelknaben. [6] – Trabanten. [4] – Jn Sing=Reyhen. [4] – Jn Vorstellungen. [6] – Hierzu kommen die Schiffleüt / Ziegaünerin / Gespenster / ec.
Aufführungsdatum:
1699 IX 8
Typ:
Deutsche Perioche
Inhalt: Jnnhalt. | DJe allerweiseste Vorsichtigkeit GOttes spielet auff Erden mit vns Menschen / als mit einem Ballen welcher vom Glück in Unglück / von der Hand eines Feindes in die Hand eines Freundes geworffen wird; bald von dem Felsen eines rauhen Zustands in ein linde Matten der Wohlfahrt widerbrellet / und herentgegen. Wie dann dises erhellet in der Engelländischen Geschicht Hirlandin und Bertrands. Auß welchem diser als ein Kind zum Todt verkaufft / jene verurtheilt; doch beede in das vorgehabte Glück gesetzet worden / wie folget: Artus ein berühmbter Hertzog in Engelland lebte mit seiner Gemahlin Hirlandin in gewünschtem Wohlstand / dazumahl in Königlichen Feldzügen lobwürdig beschäfftiget. Diser Abwesenheit bediente sich sein neydiger und Ehrsüchtiger Bruder Gerard; damit Artus ohne Erben abgienge / vnd er sich seines Bruders Reich bemächtigte / forschet er Zeit vnd Stund der Geburt Hirlandin genau auß / bestach die Hebammen vnd das Frauenzimmer / ihme den neugebornen Printzen zu überlassen / vnter dem Vorwand / solchen dem aussätzigen König in Engelland zu einer höchst nothwendigen Artzney mörderisch zu verehren. Indessen solten sie der Kindbetterin vormahlen / die Geburt wäre als ein abscheulicher Unmensch begraben. Worauff die bestürtzte Hirlandin die Flucht name vnd ihren Herzoglichen Stand bey einer Marggräfin in eine Dienst-Magd veränderte. Aber es ist kein Anschlag wider den HErrn. Das vngetauffte Kind wird sambt der Säugamme auff dem Meer durch die Meer-Räuber entzuckt / vnd dem Abt zu St. Malo zugebracht / welcher es nach seinem Namen Bertrand getauffet / vnd seiner Schwester zuerziehen übergeben hat. | Hiervon hebt sich die Vorstellung an. | NAch vngefähr 15. Jahren stellet Oliva ein Engelländischer Marggraff eine Wahlfahrt an auff St. Michaëlis Berg; wird bey seiner Base gewahr der Hirlandin als einer Dienstmagd / führet dise zuruck / vnd versöhnet sie mit ihrem Ehherrn. Dises alles blieb Gerarden nicht verborgen / wie auch / daß der Erb-Printz von den Meer-Räubern auffgefischt wäre. Erwecket derowegen in seinem Bruder Arto einen starcken Argwohn / einer straffmässigen Liebs-Verständnuß zwischen Oliven vnd Hirlandin, durch einen gewissen hierzu abgerichten Edlmann. Worüber der Hertzog entrüstet / Oliven vnd Hirlandin zum Feuer verdammet. Diß Gericht kombt Abt Bertranden zu Ohren; Macht sich derohalben auß Göttlicher Eingebung mit dem Jungen Hertzoglichen Printzen / vnd der gewesten Säugamme auff / eylet zur Richtstadt / erzehlet Arto den gantzen Verlauff / macht Gerarden zu schanden / und errettet mit Jedermanns Frolocken die vnschuldige Hirlardin [sic], durch ihren eignen Sohn Bertranden vom gegenwärtigen Todt. So weit Renatus Cericier, in seinen zu Dillingen 1685. gedruckten Geschichten. | Hierzu wird erdichtet. | DEn Handl zwischen Gerarden vnd Hirlandin mehr zuverwirren / daß er sie auff der Zuruck-Reiß durch seinen Hofjuncker Areasten hat auffangen lassen / Sie aber durch den Oliven auß den Händen gerissen / vnd errettet worden. Das Florinda die Kammerfräule die Falschheit Gerardens bey Arto verrathen. Das Gerard zur Hertzoglichen Taffel geladen / vnd an statt seiner einen Brieff vnterschoben. Das Bertrand der Jüngere in der Fechtkunst geübet vnd Hirlanden den vom Gerarden abgerichten Ankläger der Hirlandin auff dem Richtplatz erstochen. Vnd was sonsten der Edlen Dichtkunst zugelassen.
Item type Current location Call number Status Notes Date due Barcode
Perioche Druck Wien, Österreichische Nationalbibliothek
303018-B.Adl.2 (Browse shelf) Available digital verfügbar

Vorspil im Gesang. – Erste Handlung. – Erster [– VIII.] Auftritt. – Sing=Reyhe. – Anderte Handlung. – I. [– VI.] Auftritt. – Sing=Reyhe. – Dritte Handlung. – 1. [– VI.] Auftritt. – Sing=Reyhe. – Vierte Handlung. – I. [– VII.] Auftritt. – Sing=Reyhe – Fünffte Handlung. – I. [– Letzter (d.i. 8.)] Auftritt. – Beschluß.

A. Holzer 1854, S. 8 (Nr. 21) – F. Endl 1896, S. 306 – O. Biba 1973 [nicht verzeichnet] – I. Scheitler 2013, S. 961 (Nr. 1289)

Vortrettende Personen. [19] – Jm Tantz. [9] – Fechter. [19] – Edelknaben. [6] – Trabanten. [4] – Jn Sing=Reyhen. [4] – Jn Vorstellungen. [6] – Hierzu kommen die Schiffleüt / Ziegaünerin / Gespenster / ec.

1699 IX 8

Jnnhalt. | DJe allerweiseste Vorsichtigkeit GOttes spielet auff Erden mit vns Menschen / als mit einem Ballen welcher vom Glück in Unglück / von der Hand eines Feindes in die Hand eines Freundes geworffen wird; bald von dem Felsen eines rauhen Zustands in ein linde Matten der Wohlfahrt widerbrellet / und herentgegen. Wie dann dises erhellet in der Engelländischen Geschicht Hirlandin und Bertrands. Auß welchem diser als ein Kind zum Todt verkaufft / jene verurtheilt; doch beede in das vorgehabte Glück gesetzet worden / wie folget: Artus ein berühmbter Hertzog in Engelland lebte mit seiner Gemahlin Hirlandin in gewünschtem Wohlstand / dazumahl in Königlichen Feldzügen lobwürdig beschäfftiget. Diser Abwesenheit bediente sich sein neydiger und Ehrsüchtiger Bruder Gerard; damit Artus ohne Erben abgienge / vnd er sich seines Bruders Reich bemächtigte / forschet er Zeit vnd Stund der Geburt Hirlandin genau auß / bestach die Hebammen vnd das Frauenzimmer / ihme den neugebornen Printzen zu überlassen / vnter dem Vorwand / solchen dem aussätzigen König in Engelland zu einer höchst nothwendigen Artzney mörderisch zu verehren. Indessen solten sie der Kindbetterin vormahlen / die Geburt wäre als ein abscheulicher Unmensch begraben. Worauff die bestürtzte Hirlandin die Flucht name vnd ihren Herzoglichen Stand bey einer Marggräfin in eine Dienst-Magd veränderte. Aber es ist kein Anschlag wider den HErrn. Das vngetauffte Kind wird sambt der Säugamme auff dem Meer durch die Meer-Räuber entzuckt / vnd dem Abt zu St. Malo zugebracht / welcher es nach seinem Namen Bertrand getauffet / vnd seiner Schwester zuerziehen übergeben hat. | Hiervon hebt sich die Vorstellung an. | NAch vngefähr 15. Jahren stellet Oliva ein Engelländischer Marggraff eine Wahlfahrt an auff St. Michaëlis Berg; wird bey seiner Base gewahr der Hirlandin als einer Dienstmagd / führet dise zuruck / vnd versöhnet sie mit ihrem Ehherrn. Dises alles blieb Gerarden nicht verborgen / wie auch / daß der Erb-Printz von den Meer-Räubern auffgefischt wäre. Erwecket derowegen in seinem Bruder Arto einen starcken Argwohn / einer straffmässigen Liebs-Verständnuß zwischen Oliven vnd Hirlandin, durch einen gewissen hierzu abgerichten Edlmann. Worüber der Hertzog entrüstet / Oliven vnd Hirlandin zum Feuer verdammet. Diß Gericht kombt Abt Bertranden zu Ohren; Macht sich derohalben auß Göttlicher Eingebung mit dem Jungen Hertzoglichen Printzen / vnd der gewesten Säugamme auff / eylet zur Richtstadt / erzehlet Arto den gantzen Verlauff / macht Gerarden zu schanden / und errettet mit Jedermanns Frolocken die vnschuldige Hirlardin [sic], durch ihren eignen Sohn Bertranden vom gegenwärtigen Todt. So weit Renatus Cericier, in seinen zu Dillingen 1685. gedruckten Geschichten. | Hierzu wird erdichtet. | DEn Handl zwischen Gerarden vnd Hirlandin mehr zuverwirren / daß er sie auff der Zuruck-Reiß durch seinen Hofjuncker Areasten hat auffangen lassen / Sie aber durch den Oliven auß den Händen gerissen / vnd errettet worden. Das Florinda die Kammerfräule die Falschheit Gerardens bey Arto verrathen. Das Gerard zur Hertzoglichen Taffel geladen / vnd an statt seiner einen Brieff vnterschoben. Das Bertrand der Jüngere in der Fechtkunst geübet vnd Hirlanden den vom Gerarden abgerichten Ankläger der Hirlandin auff dem Richtplatz erstochen. Vnd was sonsten der Edlen Dichtkunst zugelassen.

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