Schul- und Ordenstheater der Horner Piaristen
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Untreü mit Reü erhalt die Treü / | Oder | Die Vereinigung | RHOTARIS | Mit seiner Gemahlin | GUNDEBERGA | Rechtmässigen Königin in Longobardien / | Zu Höchst=Ruhmwürdiger Ehr=Bezeügung | Jhro | Hoch=Gräfl. Excellenz des Hoch= und Wohlgebohrnen | Herrn Herrn | PHILIPPI JOSEPHI | INNOCENTII | Des Heil. R. R. Grafen von Hoyos / | Auf Gutenstein und Hohenberg / Frey=Herrn zu Stixenstein / Vesten= | hof / und Rotengrub / Herrn der Stadt und Herrschafften Horn / Bersenbeüg / | Emmersdorf / Rotenhof / Wimberg / Jspern / Rosenburg am grossen Kamp / | Mold und Rahn / ec. ec. | Der in Hungarn und Böheim Königlichen Majestät | Würklichen Geheimen Rahts; | Wie auch | Jhro Hoch=Gräfl. Excellenz seiner Hoch= und Wohl= | gebohrnen Frauen Frauen Gemahlin | MARIÆ MAGDALENÆ | Gebohrner Gräfin von Hohenfeld (Titl) | Beeden als Gnädigsten Stifftern | Des Collegii P. P. Scholarum Piarum in Horn | Bey Jährlich=gewöhnlicher Austheilung deren Præmien von der allda studiren= | den Schul=Jugend aus Pflicht=mässigster Untergebenheit gewidmet / und Schau=Bühn= | weis vorgestellet im Jahr Christi 1744. am <ms. 15> Tag des Monats July. | [Linie] | Wildberg / gedruckt bey Carl Götz.

Materialtyp: materialTypeLabelBuchDruck: Wildberg Carl Götz 1744Beschreibung: 5 Bl. / 10 S. 4°.Online-Ressourcen: Digitalisat: Österreichische Nationalbibliothek, Wien
Struktur:
Vor=Spiel. – Erster Abtheilung Erster [– Dritter] Vortritt. – Aria. – Zwischen=Spiel. – Vierter [– Siebender] Vortritt. – Schäfer=Tanz. – Achter [–Neünter] Vortritt. – Erste Sing=Reyhe. – Anderter Abtheilung Erster [– Vierter] Vortritt. – Tanz der Edel=Knaben. – Fünffter Vortritt. – Aria. – Zwischen=Spiel. – Sechster [– Siebender] Vortritt. – Tanz der Fechter. – Achter [– Zehender] Vortritt. – Tanz der Wald=Männer. – Eilfter Vortritt. – Aria. – Zwölfter [– Dreyzehender] Vortritt. – Zwischen=Spiel. – Vierzehender [– Fünfzehender] Vortritt. – Anderte Sing=Reyhe. – Dritter Abtheilung Erster [– Dritter] Vortritt. – Zwischen=Spiel. – Vierter Vortritt. – Harlequin-Tanz. – Fünfter [– Lezter (7.)] Vortritt. – Zur Beurlaubung.
Belege:
A. Holzer 1854, S. 9 (Nr. 56) – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – O. Biba 1973, S. 18 (Nr. 13) –R. Meyer II/12, 1999 [nicht verzeichnet]
Personenverzeichnis:
Die Nahmen der Unterrednern. [17] – Königl. Edel=Knaben. [8] – Schäfer. [14] – Königl. Kriegs=Haupt=Leüte. [4] – Kriegs=Männer. [13 &c. &c.] – Jn Zwischen=Spielen. [4] – Jn Sing=Reyhen. [5]
Aufführungsdatum:
1744 VII 15
Typ:
Deutsche Perioche
Inhalt: Widmung: Widmung: | Hoch=Gräfl. Excellenzen Beede Gnädigste Stiffter! | GLeich wie die Erd ihr Frucht hervor alljährig bringet; | Gleich wie ein Vogel dicht / nachgehends lieblich singet / | So seynd die Frommen Schul’n deß Schweigens gänzlich satt / | Und zeigt die Poësi, was sie ersonnen hat. | Als Rhotaris die Treü / so er mit Eyd versprochen | Der Gmahlin Gundeberg, ganz unverschämt gebrochen / | Droh’t ihm Clotharius, Vertilgung aus dem Thron / | Wann nicht die Königin soll führen ihre Cron. | Der König wollt sein Nahm / die Ehre auch beschützen / | Er ruffet Gundeberg, des Landes beste Stützen | Verspricht die wahre Treü / regiert mit ihr das Reich / | Da Untreü mit der Reü / erhalt die Treü zugleich. | Dieß ist / was wir anheüt beginnen zu bezeügen / | Eür Gräfl. Excellenz, sich günstig zu uns neigen / | Obschon das Werk gering / ist doch der Willen groß / | Und Beeder Gegenwart / macht uns von Sorgen los. | Darum wir voller Freüd die Schau=Bühn auch bestiegen: | Jst Eüer Excellenz die Dichtung nach Vergnügen? | So sey die gröste Bitt: erhalt uns in der Gnad / | Weil selbe Hoyos=Stamm / noch nie versaget hat. | Treü=Dienst=Pflicht=schuldigstes Gymnasium allhier.Inhalt: Grund=Satz des gänzlichen Schau=Werkes. | NAchdeme Arioaldus der Longobarder König im Jahr nach Christi Geburt DCXXXVIII. das Zeitliche geseegnet / hat Gundeberga seine Gemahlin sich mit Rhotare Harodo verehlichet / deme auch das Reich zugefallen. Bevor er aber selbiges angetreten / wurde ein Eyd=Schwur abgeleget / niemal seine Liebe der Königin zu versagen / sondern grosser ihme erzeigten Gnaden ingedenk zu leben. Allein das Blat hat sich bald gewendet; dann als Rhotaris die Vorsteher des Reichs durch die Feinde meistens verlohren / bekame er auch einen grossen Eckel an seiner Gemahlin / also / daß selbe augenblicklich aus dem Reich verstossen / ein einsames Leben zu führen genöthiget wurde. Gundeberga nahme diese Verfolgung mit Christlichen Gemüt an / brachte durch 5. Jahr in Fasten / und heiligen Ubungen die Zeit zu / bis endlich Clotharius der König aus Franken so grosse Unbild in Rhotare zu rächen sich erkühnte. Rhotaris theils den guten Nahmen zu erhalten / theils Clotharii Waffen förchtend / ruffet seine Gemahlin zuruck / führet selbe mit Königlichen Gepräng auf den Thron / gelobet Zeit seines Lebens mit Gundeberga in Frieden zu herrschen. Welser l. 4. rerum Boic. fol. 115. | Hierzu wird ersinnet: daß Rhotaris einen Sohn mit Nahmen Salvianus erzeüget / den der König (weilen er ohne Erben des Reichs seyn wolte) dem Favorinus einem Höfling zu enthaupten übergeben / dieser aber aus Mitleiden / dem Thyrsis als einem Nähr=Vater den Prinzen anvertrauet habe. Wie auch / daß Dolindus der Hof=Canzler dem König nach dem Leben gestrebet / auf daß er mit Amalaberga Königl. Prinzessin den Thron erhalte. Dergleichen mehr (Bühn=mässiger außzuführen) hat die edle Dicht=Kunst wahr=scheinlich beygesetzet. | Pers Vz.: Abhandlende Persohnen. [...]
Item type Current location Call number Status Notes Date due Barcode
Perioche Druck Krems, ehem. Piaristengymnasium
Miscellanea IV/2/12-3 (Browse shelf) Available nach Auktion unbekannt
Perioche Druck Wien, Österreichische Nationalbibliothek
303066-C (Browse shelf) Available digital verfügbar

Vor=Spiel. – Erster Abtheilung Erster [– Dritter] Vortritt. – Aria. – Zwischen=Spiel. – Vierter [– Siebender] Vortritt. – Schäfer=Tanz. – Achter [–Neünter] Vortritt. – Erste Sing=Reyhe. – Anderter Abtheilung Erster [– Vierter] Vortritt. – Tanz der Edel=Knaben. – Fünffter Vortritt. – Aria. – Zwischen=Spiel. – Sechster [– Siebender] Vortritt. – Tanz der Fechter. – Achter [– Zehender] Vortritt. – Tanz der Wald=Männer. – Eilfter Vortritt. – Aria. – Zwölfter [– Dreyzehender] Vortritt. – Zwischen=Spiel. – Vierzehender [– Fünfzehender] Vortritt. – Anderte Sing=Reyhe. – Dritter Abtheilung Erster [– Dritter] Vortritt. – Zwischen=Spiel. – Vierter Vortritt. – Harlequin-Tanz. – Fünfter [– Lezter (7.)] Vortritt. – Zur Beurlaubung.

A. Holzer 1854, S. 9 (Nr. 56) – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – O. Biba 1973, S. 18 (Nr. 13) –R. Meyer II/12, 1999 [nicht verzeichnet]

Die Nahmen der Unterrednern. [17] – Königl. Edel=Knaben. [8] – Schäfer. [14] – Königl. Kriegs=Haupt=Leüte. [4] – Kriegs=Männer. [13 &c. &c.] – Jn Zwischen=Spielen. [4] – Jn Sing=Reyhen. [5]

1744 VII 15

Widmung: Widmung: | Hoch=Gräfl. Excellenzen Beede Gnädigste Stiffter! | GLeich wie die Erd ihr Frucht hervor alljährig bringet; | Gleich wie ein Vogel dicht / nachgehends lieblich singet / | So seynd die Frommen Schul’n deß Schweigens gänzlich satt / | Und zeigt die Poësi, was sie ersonnen hat. | Als Rhotaris die Treü / so er mit Eyd versprochen | Der Gmahlin Gundeberg, ganz unverschämt gebrochen / | Droh’t ihm Clotharius, Vertilgung aus dem Thron / | Wann nicht die Königin soll führen ihre Cron. | Der König wollt sein Nahm / die Ehre auch beschützen / | Er ruffet Gundeberg, des Landes beste Stützen | Verspricht die wahre Treü / regiert mit ihr das Reich / | Da Untreü mit der Reü / erhalt die Treü zugleich. | Dieß ist / was wir anheüt beginnen zu bezeügen / | Eür Gräfl. Excellenz, sich günstig zu uns neigen / | Obschon das Werk gering / ist doch der Willen groß / | Und Beeder Gegenwart / macht uns von Sorgen los. | Darum wir voller Freüd die Schau=Bühn auch bestiegen: | Jst Eüer Excellenz die Dichtung nach Vergnügen? | So sey die gröste Bitt: erhalt uns in der Gnad / | Weil selbe Hoyos=Stamm / noch nie versaget hat. | Treü=Dienst=Pflicht=schuldigstes Gymnasium allhier.

Grund=Satz des gänzlichen Schau=Werkes. | NAchdeme Arioaldus der Longobarder König im Jahr nach Christi Geburt DCXXXVIII. das Zeitliche geseegnet / hat Gundeberga seine Gemahlin sich mit Rhotare Harodo verehlichet / deme auch das Reich zugefallen. Bevor er aber selbiges angetreten / wurde ein Eyd=Schwur abgeleget / niemal seine Liebe der Königin zu versagen / sondern grosser ihme erzeigten Gnaden ingedenk zu leben. Allein das Blat hat sich bald gewendet; dann als Rhotaris die Vorsteher des Reichs durch die Feinde meistens verlohren / bekame er auch einen grossen Eckel an seiner Gemahlin / also / daß selbe augenblicklich aus dem Reich verstossen / ein einsames Leben zu führen genöthiget wurde. Gundeberga nahme diese Verfolgung mit Christlichen Gemüt an / brachte durch 5. Jahr in Fasten / und heiligen Ubungen die Zeit zu / bis endlich Clotharius der König aus Franken so grosse Unbild in Rhotare zu rächen sich erkühnte. Rhotaris theils den guten Nahmen zu erhalten / theils Clotharii Waffen förchtend / ruffet seine Gemahlin zuruck / führet selbe mit Königlichen Gepräng auf den Thron / gelobet Zeit seines Lebens mit Gundeberga in Frieden zu herrschen. Welser l. 4. rerum Boic. fol. 115. | Hierzu wird ersinnet: daß Rhotaris einen Sohn mit Nahmen Salvianus erzeüget / den der König (weilen er ohne Erben des Reichs seyn wolte) dem Favorinus einem Höfling zu enthaupten übergeben / dieser aber aus Mitleiden / dem Thyrsis als einem Nähr=Vater den Prinzen anvertrauet habe. Wie auch / daß Dolindus der Hof=Canzler dem König nach dem Leben gestrebet / auf daß er mit Amalaberga Königl. Prinzessin den Thron erhalte. Dergleichen mehr (Bühn=mässiger außzuführen) hat die edle Dicht=Kunst wahr=scheinlich beygesetzet. | Pers Vz.: Abhandlende Persohnen. [...]

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