Schul- und Ordenstheater der Horner Piaristen
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MATHIAS | CORVINUS | Zu gebührender Ehren=Bezeigung | Jhro | Hoch=Gräfl. Excellenz des Hoch= und Wohlgebohrnen | Herrn Herrn | PHILIPPI JOSEPHI | INNOCENTII | Des H. R. R. Grafen von Hoyos | Auf Gutenstein und Hohenberg; Freyherrn zu Stixen= | stein/Vestenhof / und Rotengrub; Herrn der Stadt und Herr= | schafften Horn / Bersenbeüg / Emmersdorf / Rotenhof / Wimberg / Jspern / | Rosenburg am grossen Kamp / Mold / und Rahn / ec. ec. | Der zu Ungarn und Böheim Königlichen Majestät | Würklichen Geheimen Raths; | Wie auch | Jhro Hoch=Gräfl. Excellenz seiner Hoch= und Wohl= | gebohrnen Frauen Frauen Gemahlin | MARIÆ | MAGDALENÆ | Gebohrner Gräfin von Hohenfeld (Titl) | Beeden Gnädigsten Stiftern | Des Collegii PP. Piarum Scholarum in Horn | Bey Jährlich=gewöhnlicher Austheilung deren Prœmien von der all= | da studirenden Schul=Jugend Schau=Bühnweis vorgestellet im Jahr | Christi 1745. den Tag | [Zierleiste] | Wildberg / gedruckt bey Carl Götz.

Materialtyp: materialTypeLabelBuchDruck: Wildberg Carl Götz 1745Beschreibung: 4 Bl. / 8 S. 31,5 x 20,5 cm.
Struktur:
Das Vorspiel – Erster Abhandlung Erster [– Dreyzehender] Eintritt. – Tanz. – Zweyter Abhandlung Erster [– Sechzehender] Eintritt. – Dritter Abhandlung Erster [– Dreyzehender] Eintritt. –Zur Beurlaubung
Belege:
A. Holzer 1854 [nicht verzeichnet] – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – J. Bombera 1970, S. [12] – O. Biba 1973 [nicht verzeichnet] – R. Meyer II/13, 1999, S. 53
Personenverzeichnis:
Nahmens=Verzeichnus deren Unterredenden. [9] – Böhmische Hof= und Kriegs=Räthe. [14] – Lands=Stände. [6] – Feld=Obriste. [2] – Haubt=Leüte [2] – Muster=Schreiber. [1] – Wirtschafts=Beamte. [2] – Königl. Lage. [1] – Königlicher Leib=Arzt. [1] – Edel=Knaben. [14] – Hof=Schneider: [1] – Juden=Primator: [1] – Juden: [3] – Jm Chor: [5] – Jn denen Tänzen: [3]
Aufführungsdatum:
1745 VIII 30
Typ:
Deutsche Perioche
Inhalt: Widmung: Hochgräfliche Excellenzen | Gnädigste Stiftere | BEy Leich=Begängnüssen singt man das Miserere; | Hingegen ziehet man an einem Freüden=Tag | Die Saiten höher auf. Da sind die volle Chöre / | In dulci jubilo, da weichet alle Klag. | Zu folge diesem nun wird niemand uns verübeln / | Noch sich (was Ursachen die Horner Poësie | Die Schrancken überschreitt) erkühnen nachzugrübeln. | Die Ursach liegt am Tag / ein jeder greifet sie. | Was sollt ein Trauer=Spiel bey Hochzeitlichen Freüden? | Was Kriegs=Vorstellungen / wo nichts als lieber Fried? | Was Haß= und Neid=Gezisch auf süßen Liebes=Weiden? | Auf Hochzeiten reimt sich nichts als ein Hochzeit=Lied. | Und zwar wie grossen Trost wir dieser Zeit empfinden / | An Böhm= und Ungerlands Cron=Treü= und Waffen=Bund | Fast nicht geringer ist der jene / den wir finden / | Zu dieser lang und höchst gewünschten Freüden=Stund / | Da sich mit Sinzendorf das Haus von Hoyos paaret. | Dieß lebhaft darzu thun: erwachet der Corvin, | Der schon in seiner Asch drey hundertmahl verjahret / | Und tritt mit Podiebrads Prinzessin auf die Bühn. | Ja weil es uns erlaubt / stetht [sic] schon der Schau=Platz offen; | Mithin vergönne uns ein gnädigs Aug und Ohr | Vergnügter Hoyos=Stamm! beynebens laß uns hoffen / | Den Zutritt fürtershin zu deinem Gnaden=Thor. | Ehr= und Plicht=schuldigstes Gymnasium allhier.Inhalt: Jnnhalt. | MAthias Corvinus mit dem Zunahmen der Grosse / ein Sohn deß heldenmüthigen Joannis Huniadis Waywodens von Siebenbürgen / und Elisabethæ Szilagy von Horogszög / wurde im Jahr 1443. gebohren / und in seinen jungen Jahren von seines Vaters Mißgönnern in Böhmen gefangen gehalten. Ja diese (nachdem sie seinen ältern Bruder Ladislaus unter dem Vorwand hingerichtet hatten / daß er den Grafen von Cily getödtet) entschlossen sich auch diesen auß dem Weeg zu raumen. Allein demnach der König Ladislaus Posthumus todt ware / wurde Mathias auf freyen Fuß gestellet / und den 24. Jenner des 1458. Jahrs zum König in Ungarn / gleichwie zu fast eben dieser Zeit Georg Podiebrad von denen Hußiten zum König in Böhmen erwählet / und so dann mit erwehnten Podiebrads Tochter vermählet. Lud. Gottefrid. Bonif. Silv. Jovius, und andere mehr. | Zu mehrerer Verwicklung wird wahrscheinlich beygedichtet: daß der damahlige Pohlnische Cron=Prinz Vladislaus durch einen Abgesandten sich auch um die Böhmische Prinzessin beworben; Jtem / daß Ersza ein Ungarisches Fraülein aus eben dergleichen Absehen den Corvinum in die Gefangenschaft begleitet habe. | Pers Vz.: Unterredende. [...] | Der Schau=Platz ist zu Prag in Böhmen.
Item type Current location Call number Status Date due Barcode
Perioche Druck CZ, Přerov-Henčlov, Bezirksarchiv
Available
Perioche Druck Stift Göttweig, Musikarchiv
L14 (Browse shelf) Available

Das Vorspiel – Erster Abhandlung Erster [– Dreyzehender] Eintritt. – Tanz. – Zweyter Abhandlung Erster [– Sechzehender] Eintritt. – Dritter Abhandlung Erster [– Dreyzehender] Eintritt. –Zur Beurlaubung

A. Holzer 1854 [nicht verzeichnet] – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – J. Bombera 1970, S. [12] – O. Biba 1973 [nicht verzeichnet] – R. Meyer II/13, 1999, S. 53

Nahmens=Verzeichnus deren Unterredenden. [9] – Böhmische Hof= und Kriegs=Räthe. [14] – Lands=Stände. [6] – Feld=Obriste. [2] – Haubt=Leüte [2] – Muster=Schreiber. [1] – Wirtschafts=Beamte. [2] – Königl. Lage. [1] – Königlicher Leib=Arzt. [1] – Edel=Knaben. [14] – Hof=Schneider: [1] – Juden=Primator: [1] – Juden: [3] – Jm Chor: [5] – Jn denen Tänzen: [3]

1745 VIII 30

Widmung: Hochgräfliche Excellenzen | Gnädigste Stiftere | BEy Leich=Begängnüssen singt man das Miserere; | Hingegen ziehet man an einem Freüden=Tag | Die Saiten höher auf. Da sind die volle Chöre / | In dulci jubilo, da weichet alle Klag. | Zu folge diesem nun wird niemand uns verübeln / | Noch sich (was Ursachen die Horner Poësie | Die Schrancken überschreitt) erkühnen nachzugrübeln. | Die Ursach liegt am Tag / ein jeder greifet sie. | Was sollt ein Trauer=Spiel bey Hochzeitlichen Freüden? | Was Kriegs=Vorstellungen / wo nichts als lieber Fried? | Was Haß= und Neid=Gezisch auf süßen Liebes=Weiden? | Auf Hochzeiten reimt sich nichts als ein Hochzeit=Lied. | Und zwar wie grossen Trost wir dieser Zeit empfinden / | An Böhm= und Ungerlands Cron=Treü= und Waffen=Bund | Fast nicht geringer ist der jene / den wir finden / | Zu dieser lang und höchst gewünschten Freüden=Stund / | Da sich mit Sinzendorf das Haus von Hoyos paaret. | Dieß lebhaft darzu thun: erwachet der Corvin, | Der schon in seiner Asch drey hundertmahl verjahret / | Und tritt mit Podiebrads Prinzessin auf die Bühn. | Ja weil es uns erlaubt / stetht [sic] schon der Schau=Platz offen; | Mithin vergönne uns ein gnädigs Aug und Ohr | Vergnügter Hoyos=Stamm! beynebens laß uns hoffen / | Den Zutritt fürtershin zu deinem Gnaden=Thor. | Ehr= und Plicht=schuldigstes Gymnasium allhier.

Jnnhalt. | MAthias Corvinus mit dem Zunahmen der Grosse / ein Sohn deß heldenmüthigen Joannis Huniadis Waywodens von Siebenbürgen / und Elisabethæ Szilagy von Horogszög / wurde im Jahr 1443. gebohren / und in seinen jungen Jahren von seines Vaters Mißgönnern in Böhmen gefangen gehalten. Ja diese (nachdem sie seinen ältern Bruder Ladislaus unter dem Vorwand hingerichtet hatten / daß er den Grafen von Cily getödtet) entschlossen sich auch diesen auß dem Weeg zu raumen. Allein demnach der König Ladislaus Posthumus todt ware / wurde Mathias auf freyen Fuß gestellet / und den 24. Jenner des 1458. Jahrs zum König in Ungarn / gleichwie zu fast eben dieser Zeit Georg Podiebrad von denen Hußiten zum König in Böhmen erwählet / und so dann mit erwehnten Podiebrads Tochter vermählet. Lud. Gottefrid. Bonif. Silv. Jovius, und andere mehr. | Zu mehrerer Verwicklung wird wahrscheinlich beygedichtet: daß der damahlige Pohlnische Cron=Prinz Vladislaus durch einen Abgesandten sich auch um die Böhmische Prinzessin beworben; Jtem / daß Ersza ein Ungarisches Fraülein aus eben dergleichen Absehen den Corvinum in die Gefangenschaft begleitet habe. | Pers Vz.: Unterredende. [...] | Der Schau=Platz ist zu Prag in Böhmen.

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