Schul- und Ordenstheater der Horner Piaristen
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ARTEMON | Zu | Höchst=Ruhm=würdigen Ehren | Jhro Hoch=Gräflichen EXCELLENCE | Des | Hoch= und Wohlgebohrnen Herrn Herrn | PHILIPPI JOSEPHI | INNOCENTII | Des Heil. Röm. Reichs Grafen von Hoyos | Auf Gutenstein, und Hohenberg, Frey=Herrn zu Stixenstein, | Vestenhof und Rotengrub / Herrn der Stadt und Herrschaften Horn / | Bersenbeüg, Emmersdorf, Rotenhof, Wimberg, Yspern, Rosenburg | am grossen Kamp, Mold, und Rahn ec. ec. | Deren Römisch=Kaiserlich= und Königlichen Majestäten | Würklichen geheimen Raths; | Wie auch | Jhro Hoch=Gräflichen EXCELLENCE | Seiner Hoch= und Wohl=gebohrnen Frauen | Frauen Gemahlin | MARIÆ MAGDALENÆ | Gebohrner Gräfin von Hohenfeld (Titl.) | Beeden als gnädigsten Stiftern | Des Hornerischen Collegii Piarum Scholarum | Bey Jährlich=gewöhnlicher Austheilung deren Prœmien von der allda | Tugend= und Kunst=beflissenen Schul=Jugend in all=erdenklicher | Schuld=Pflicht gewidmet und vorgestellet | Den <ms. 16> Tag des August Monats 1747. | [Linie] | Gedruckt zu Rötz / bey Christoph Joseph Hueth / Wiennerischen Universitäts=Buchdruckern.

Materialtyp: materialTypeLabelBuchDruck: Retz Christoph Josef Hueth 1747Beschreibung: 4 Bl. / 8 S. 4°.Online-Ressourcen: Digitalisat: Österreichische Nationalbibliothek, Wien
Struktur:
Vorspiel. – Jm Vor=Bericht. Erster [– Anderter (mit Aria)] Vortritt. – I. Zwischen=Spiel. – Dritter [– Neünter (Siebender mit Aria)] Vortritt. – II. Zwischen=Spiel. – Folget ein Tanz. – Jn Verwirrungen. Erster [– Dritter (Anderter mit Aria)] Vortritt. – III. Zwischen=Spiel. – Vierter [– Sechster (mit Aria)] Vortritt. – IV. Zwischen=Spiel. – Siebender [– Zwölfter (Neunter mit Aria)] Vortritt. – V. Zwischen=Spiel. – Folget ein Tanz. – Jm Ausgang. Erster [– Dritter (mit Aria)] Vortritt. – VI. Zwischen=Spiel. – Vierter [– Sechster (mit Aria)] Vortritt. – VII. Zwischen=Spiel. – Lezter Vortritt.
Belege:
A. Holzer 1854 [nicht verzeichnet] – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – O. Biba 1973, S. 19 (Nr. 15) – R. Meyer II/13, 1999 [nicht verzeichnet]
Personenverzeichnis:
Nahmen=Verzeichnus deren Unterredenden. [9] – Jn Zwischen=Spielen. [6] – Edel=Knaben und Leib=Wacht. [6] – Jn Tänzen. [7] – Jn Sing=Reihen. [7]
Aufführungsdatum:
1747 VIII 16
Typ:
Deutsche Perioche
Inhalt: Widmung: Zueignungs=Schrift. | EIn Fürst / dem Land und Leuth / dem Schätz und Kostbarkeiten / | Gold / Perlen / Edelstein / und was nur Seltenheiten | Das Rund der reichen Erd im weiten Einschluß hält / | Zu seinen Eigenthum der Uberfluß bestellt; | Hat er nicht in Besitz das Herz der Landes=Ständen: | Ein ungefärbte Treu / und Lieb gleich als in Händen; | Dann hat er nicht sehr viel des wesentlichsten Stück | Entbehr’t er noch zur Zeit. Wohl dann! du sieh’st dein Glück | Berühmtes Oesterreich schon auf das höchst getrieben; | Weil in der Stände Hertz ist tief hinein geschrieben | Die ungeschminkte Treu. Der Satz ist Sonnen klar; | Verlangt man doch ein Prob: die jüngst veralte Jahr | Die ziehe man zu Rath. Du must mir selbst bezeügen | Hoch=Gräflich=treues Paar, wie Du, Dich nicht zu neigen | Nach fremder Hulde Blick: der Untreu zu entgeh’n: | Dein liebes Eigenthum mit Rucken angeseh’n. | Als dort der tobe Mars die Länder überschwemmet | Gleich einer wilden Fluth / so durch kein Macht gehemmet | Den Gegenstand mit sich in schaumen Wirbel zieh’t / | Wie war die zage Forcht so vielfach doch bemüh’t? | Die sonst Beherztiste begunten selbst zu wanken / | Dein Starkmuth hielt die Treu in unverruckten Schranken | Zu so beklemmter Zeit. Genug! Du hast darob | Verewiget Dein Nahm / Dein unverwelklich’s Lob. | Bis an die Stern erhöht. Die Sach sind wir gefliessen | Jn einen Schatten=Spiel Pflicht=schuldigst einzuschliessen / | Da durch Artemons Treu heut Laodice sieg’t / | Und der gerechten Sach das Unrecht unterlieg’t. | Unterthänigst=Dienst=ergebnestes Gymnasium allhier.Inhalt: Jnnhalt. | DEr Ausschlag des mit dem Egyptischen König Ptolomæus Philadelphus unglücklich=geführten Kriegs ware für Antiochus dem König aus Syrien mit dem Bey=Nahme GOTT ein ziemlich harter Fried, welchen er mit Verstossung seiner ersten Gemahlin Laodice, und anderweiten Verehligung mit Berenice einer Prinzessin Tochter des obbemeldt=Egyptischen Königs Ptolomæus erkauffen muste. Allein Ptolomæus hatte nicht so bald die Augen geschlossen, als Laodice wiederum zuruck beruffen wurde; die doch anjetzo in Forcht einer nochmaligen Veränderung ihres Ehe=Herrns Antiochus diesen heimlich aus dem Weeg raumete, und mit getreüer Handreichung des Artemon eines dem Antiochus unerkäntlich=ähnlichen hoch=adelichen Syrers sich selbst, und ihren von Antiochus gezeügten Erb=Prinzen Callenicus das Syrische Königreich befestigte. | Also melden Valerius Max. l. 9. tit. 15. Jul. Solin. Polyhist. c. 4 App. de Bell. Syr. und die Jahr=Bücher P. Jacob. Saliani. | Die einfliessende Wahrscheinlichkeiten seynd: I. Laodice habe sich in männliche Kleider gesteckt, womit sie sich nicht allein vor allen Nachstellungen, sondern auch vor dem etwan beförchtenden Umschlag ihrer listigen Anschläge versicherte. II. Die Königliche Auf=führung des Artemon verwirret dessen Gemahlin Cleopatra, daß sie auch keinen Schluß abfassen kan, ob dieser verstellte Antiochus ihr gesuchter Gemahl seye. III. Die von Artemon hingegen der Cleopatra erzeügte Freundlichkeit machet Berenice aufmerksam, weil sie selben gleich allen anderen für den wahren Antiochus, folgsam ihren Gemahl haltet. IV. Woraus dann die Verfolgungen Berenice gegen Cleopatra entspringen. | Der Schau=Platz ist Antiochia. | Pers Vz.: Unterredende. [...]
Item type Current location Call number Status Notes Date due Barcode
Perioche Druck Krems, ehem. Piaristengymnasium
Miscellanea IV/2/12-3 (Browse shelf) Available nach Auktion unbekannt
Perioche Druck Wien, Österreichische Nationalbibliothek
303069-C (Browse shelf) Available digital verfügbar

Vorspiel. – Jm Vor=Bericht. Erster [– Anderter (mit Aria)] Vortritt. – I. Zwischen=Spiel. – Dritter [– Neünter (Siebender mit Aria)] Vortritt. – II. Zwischen=Spiel. – Folget ein Tanz. – Jn Verwirrungen. Erster [– Dritter (Anderter mit Aria)] Vortritt. – III. Zwischen=Spiel. – Vierter [– Sechster (mit Aria)] Vortritt. – IV. Zwischen=Spiel. – Siebender [– Zwölfter (Neunter mit Aria)] Vortritt. – V. Zwischen=Spiel. – Folget ein Tanz. – Jm Ausgang. Erster [– Dritter (mit Aria)] Vortritt. – VI. Zwischen=Spiel. – Vierter [– Sechster (mit Aria)] Vortritt. – VII. Zwischen=Spiel. – Lezter Vortritt.

A. Holzer 1854 [nicht verzeichnet] – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – O. Biba 1973, S. 19 (Nr. 15) – R. Meyer II/13, 1999 [nicht verzeichnet]

Nahmen=Verzeichnus deren Unterredenden. [9] – Jn Zwischen=Spielen. [6] – Edel=Knaben und Leib=Wacht. [6] – Jn Tänzen. [7] – Jn Sing=Reihen. [7]

1747 VIII 16

Widmung: Zueignungs=Schrift. | EIn Fürst / dem Land und Leuth / dem Schätz und Kostbarkeiten / | Gold / Perlen / Edelstein / und was nur Seltenheiten | Das Rund der reichen Erd im weiten Einschluß hält / | Zu seinen Eigenthum der Uberfluß bestellt; | Hat er nicht in Besitz das Herz der Landes=Ständen: | Ein ungefärbte Treu / und Lieb gleich als in Händen; | Dann hat er nicht sehr viel des wesentlichsten Stück | Entbehr’t er noch zur Zeit. Wohl dann! du sieh’st dein Glück | Berühmtes Oesterreich schon auf das höchst getrieben; | Weil in der Stände Hertz ist tief hinein geschrieben | Die ungeschminkte Treu. Der Satz ist Sonnen klar; | Verlangt man doch ein Prob: die jüngst veralte Jahr | Die ziehe man zu Rath. Du must mir selbst bezeügen | Hoch=Gräflich=treues Paar, wie Du, Dich nicht zu neigen | Nach fremder Hulde Blick: der Untreu zu entgeh’n: | Dein liebes Eigenthum mit Rucken angeseh’n. | Als dort der tobe Mars die Länder überschwemmet | Gleich einer wilden Fluth / so durch kein Macht gehemmet | Den Gegenstand mit sich in schaumen Wirbel zieh’t / | Wie war die zage Forcht so vielfach doch bemüh’t? | Die sonst Beherztiste begunten selbst zu wanken / | Dein Starkmuth hielt die Treu in unverruckten Schranken | Zu so beklemmter Zeit. Genug! Du hast darob | Verewiget Dein Nahm / Dein unverwelklich’s Lob. | Bis an die Stern erhöht. Die Sach sind wir gefliessen | Jn einen Schatten=Spiel Pflicht=schuldigst einzuschliessen / | Da durch Artemons Treu heut Laodice sieg’t / | Und der gerechten Sach das Unrecht unterlieg’t. | Unterthänigst=Dienst=ergebnestes Gymnasium allhier.

Jnnhalt. | DEr Ausschlag des mit dem Egyptischen König Ptolomæus Philadelphus unglücklich=geführten Kriegs ware für Antiochus dem König aus Syrien mit dem Bey=Nahme GOTT ein ziemlich harter Fried, welchen er mit Verstossung seiner ersten Gemahlin Laodice, und anderweiten Verehligung mit Berenice einer Prinzessin Tochter des obbemeldt=Egyptischen Königs Ptolomæus erkauffen muste. Allein Ptolomæus hatte nicht so bald die Augen geschlossen, als Laodice wiederum zuruck beruffen wurde; die doch anjetzo in Forcht einer nochmaligen Veränderung ihres Ehe=Herrns Antiochus diesen heimlich aus dem Weeg raumete, und mit getreüer Handreichung des Artemon eines dem Antiochus unerkäntlich=ähnlichen hoch=adelichen Syrers sich selbst, und ihren von Antiochus gezeügten Erb=Prinzen Callenicus das Syrische Königreich befestigte. | Also melden Valerius Max. l. 9. tit. 15. Jul. Solin. Polyhist. c. 4 App. de Bell. Syr. und die Jahr=Bücher P. Jacob. Saliani. | Die einfliessende Wahrscheinlichkeiten seynd: I. Laodice habe sich in männliche Kleider gesteckt, womit sie sich nicht allein vor allen Nachstellungen, sondern auch vor dem etwan beförchtenden Umschlag ihrer listigen Anschläge versicherte. II. Die Königliche Auf=führung des Artemon verwirret dessen Gemahlin Cleopatra, daß sie auch keinen Schluß abfassen kan, ob dieser verstellte Antiochus ihr gesuchter Gemahl seye. III. Die von Artemon hingegen der Cleopatra erzeügte Freundlichkeit machet Berenice aufmerksam, weil sie selben gleich allen anderen für den wahren Antiochus, folgsam ihren Gemahl haltet. IV. Woraus dann die Verfolgungen Berenice gegen Cleopatra entspringen. | Der Schau=Platz ist Antiochia. | Pers Vz.: Unterredende. [...]

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