Schul- und Ordenstheater der Horner Piaristen
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HENRICUS II. | König in Engeland | Zu Höchst=Glorreichen Ehren | Jhro Hoch=Gräflichen Excellence | Des | Hochgebohrnen Herrn Herrn | PHILIPPI JOSEPHI | INNOCENTII | Des Heil. Röm. Reichs Grafen von Hoyos | Auf Gutenstein, und Hohenberg, Frey=Herrn zu Stixenstein, | Vestenhof und Rotengrub / Herrn der Stadt und Herrschaften Horn / | Bersenbeüg / Emmersdorf / Rotenhof / Wimberg / Yspern / Rosen= | burg am großen Kamp / Mold / und Rahn ec. ec. | Jhro Röm. Kayserl. auch zu Hungarn und Böheim | Königlichen Majestät würklichen geheimen Raths, | Wie auch | Jhro Hoch=Gräflichen Excellence | Seiner Hoch=Gebohrnen Frauen | Frauen Gemahlin | MARIÆ MAGDALENÆ | Gebohrner Gräfin von Hohenfeld (Titl.) | Beeden als Gnädigsten Stiftern | Des Collegii P.P. Scholarum Piarum zu Horn | Bey Jährlich gewöhnlicher Austheilung derer Prœmien von der | alda studirenden Schul=Jugend mit schuldigster Untergebenheit | gewidmet / und Schau=Bühn=weiß vorgestellet | Jm Jahr 1752. den 1. September. | [Linie] | Rötz, gedruckt bey Christoph Joseph Hueth, Wiennerischen Universitäts=Buchdrucker.

Materialtyp: materialTypeLabelBuchDruck: Retz Christoph Josef Hueth 1752Beschreibung: 4 Bl. / 8 S. 4°.Online-Ressourcen: Digitalisat: Österreichische Nationalbibliothek, Wien
Struktur:
Vorspiel. – Erster Abhandlung. Erster [– Achter] Eintritt. – Erste Sing=Reihe. – Anderter Abhandlung. Erster [– Zwölfter] Eintritt. – Anderte Sing=Reihe. – Dritter Abhandlung. Erster [– Siebender] Eintritt.
Belege:
A. Holzer 1854, S. 9 (Nr. 61) – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – O. Biba 1973 [nicht verzeichnet] – R. Meyer II/15, 2001, S. 403
Personenverzeichnis:
Die Nahmen der vorstellenden Personen. [11]
Aufführungsdatum:
1752 IX 1
Typ:
Deutsche Perioche
Inhalt: Historischer Jnhalt. | JM Jahr 1154. bestiege den Englischen Thron Henricus von Anjou, ein Sohn Gottfrieds Plantagenet Herzogs von Anjou, und Mathildis einer Tochter Henrici I. Königs in Engeland. Er hatte zur Gemahlin Eleonoram, welche vormals an Ludovicum VII. König in Frankreich verheyrathet ware. Nachdem sie aber von diesem Ludovico unter dem Vorwand allzunaher Anverwandschaft geschieden worden / nahme sie besagter Henricus zur Ehe / und bekame mit ihr die schöne Provinzen Poitou, und Guinne, wodurch er dann den halben Theil von Frankreich besasse. Seine Herrschaft noch desto fester zu setzen vermählte er seinen älteren Sohn Henricum an eine Königliche Prinzeßin Ludovici VII. von Frankreich / in der Meinung allen mit diesen Reich vorgegangenen Zwistigkeiten hierdurch ein Ende zu machen. Er erhielte aber seinen Zweck so wenig / daß er entgegen noch mehrere Unruhen sich auf dem Hals zohe. Dann nicht allein die wegen der Lehens=Huldigung mit Frankreich entstandene Krieg höreten nicht auf / sondern Ludovicus bemühete sich auch / dem jungen Henrico, der seine Tochter zur Ehe hatte / in dem Kopf zu setzen / der Vater hätte versprochen / die Regierung von sich abzulegen / und selbe an ihn zu übertragen. Jn der That brachte er es dahin / daß sich der Sohn wider seinen eigenen Vater empörete / und ihn von dem Thron zu stossen suchte. Eleonora die Königliche Gemahlin selbst / von der Eifersucht angetrieben / stunde dem Sohn wider dem Vater bey / und halfe getreulich ihren Ehgemahl um das Reich und Leben zu bringen. Allein der kluge König machte alle ihre Anschläge zu nicht; dann Henricus sein Sohn starbe bald darauf / Eleonoram aber liesse er in das Gefängnuß legen / darinnen sie 14. bis 16. Jahre geblieben / und nicht eher als bis nach dem Tod des Königs entkommen ist. Besiehe Roverium Hovedenum Hist. Angl. ad an. 1154. | Daß die schlaue Eleonora sich in dem Angesicht des Königs tapfer zu verstellen, und ihre Ränke zu verbergen gewust habe, daß auch der ältere Sohn Henricus in die wider seinen Vater angesponnene Meuterey niemals verwilliget, sondern denen von Seiten Frankreichs aufgebrachten, und wider den König verschworenen Meineidigen sich heimlich widersetzet habe, seynd Erdichtungen, derer man sich in Ausführung dieses Spiels gebrauchet hat. | Pers Vz.: Vorstellende Personen. [...]
Item type Current location Call number Status Notes Date due Barcode
Perioche Druck Wien, Österreichische Nationalbibliothek
303074-B (Browse shelf) Available digital verfügbar

Vorspiel. – Erster Abhandlung. Erster [– Achter] Eintritt. – Erste Sing=Reihe. – Anderter Abhandlung. Erster [– Zwölfter] Eintritt. – Anderte Sing=Reihe. – Dritter Abhandlung. Erster [– Siebender] Eintritt.

A. Holzer 1854, S. 9 (Nr. 61) – F. Endl 1896 [nicht verzeichnet] – O. Biba 1973 [nicht verzeichnet] – R. Meyer II/15, 2001, S. 403

Die Nahmen der vorstellenden Personen. [11]

1752 IX 1

Historischer Jnhalt. | JM Jahr 1154. bestiege den Englischen Thron Henricus von Anjou, ein Sohn Gottfrieds Plantagenet Herzogs von Anjou, und Mathildis einer Tochter Henrici I. Königs in Engeland. Er hatte zur Gemahlin Eleonoram, welche vormals an Ludovicum VII. König in Frankreich verheyrathet ware. Nachdem sie aber von diesem Ludovico unter dem Vorwand allzunaher Anverwandschaft geschieden worden / nahme sie besagter Henricus zur Ehe / und bekame mit ihr die schöne Provinzen Poitou, und Guinne, wodurch er dann den halben Theil von Frankreich besasse. Seine Herrschaft noch desto fester zu setzen vermählte er seinen älteren Sohn Henricum an eine Königliche Prinzeßin Ludovici VII. von Frankreich / in der Meinung allen mit diesen Reich vorgegangenen Zwistigkeiten hierdurch ein Ende zu machen. Er erhielte aber seinen Zweck so wenig / daß er entgegen noch mehrere Unruhen sich auf dem Hals zohe. Dann nicht allein die wegen der Lehens=Huldigung mit Frankreich entstandene Krieg höreten nicht auf / sondern Ludovicus bemühete sich auch / dem jungen Henrico, der seine Tochter zur Ehe hatte / in dem Kopf zu setzen / der Vater hätte versprochen / die Regierung von sich abzulegen / und selbe an ihn zu übertragen. Jn der That brachte er es dahin / daß sich der Sohn wider seinen eigenen Vater empörete / und ihn von dem Thron zu stossen suchte. Eleonora die Königliche Gemahlin selbst / von der Eifersucht angetrieben / stunde dem Sohn wider dem Vater bey / und halfe getreulich ihren Ehgemahl um das Reich und Leben zu bringen. Allein der kluge König machte alle ihre Anschläge zu nicht; dann Henricus sein Sohn starbe bald darauf / Eleonoram aber liesse er in das Gefängnuß legen / darinnen sie 14. bis 16. Jahre geblieben / und nicht eher als bis nach dem Tod des Königs entkommen ist. Besiehe Roverium Hovedenum Hist. Angl. ad an. 1154. | Daß die schlaue Eleonora sich in dem Angesicht des Königs tapfer zu verstellen, und ihre Ränke zu verbergen gewust habe, daß auch der ältere Sohn Henricus in die wider seinen Vater angesponnene Meuterey niemals verwilliget, sondern denen von Seiten Frankreichs aufgebrachten, und wider den König verschworenen Meineidigen sich heimlich widersetzet habe, seynd Erdichtungen, derer man sich in Ausführung dieses Spiels gebrauchet hat. | Pers Vz.: Vorstellende Personen. [...]

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